Mein Lieblingskulturort: Theater Stadelhofen

Redaktion Eva Hediger
Redaktion Eva Hediger

Dieses Theater versteckt sich in einem Keller in der Nähe des SBB-Bahnhofes – und bietet Kultur für die Allerjüngsten.

Wer sich häufig mit Kindern beschäftigt, wird in eine kulturelle Parallelwelt katapultiert. Dort regieren Conni, Peppa Wutz und Paw Patrol. Vom Nachwuchs werden die Figuren verehrt, von den Eltern verabscheut. Leider dominieren nicht nur die Regale im Kinderzimmer, sondern auch jene in den Supermärkten und Spielzeugläden. 

Es gibt jedoch auch Unterhaltung, die mit deutlich weniger Kommerz auskommt – und allen Generationen gefällt. Wirklich! Gezeigt wird sie zum Beispiel im Theater Stadelhofen. Abends werden dort Stücke für Erwachsene aufgeführt, an den Mittwochnachmittagen und am Wochenende gibt es Vorstellungen für Kinder. Regelmässig auch solche für die Allerkleinsten (ab 2 Jahren). Jene Altersgruppe also, die oft vergessen oder richtig nervtötend (Schnappi!) bespasst wird.

Die Stücke sind von absoluten Profis, teilweise wurden sie bereits mit Preisen ausgezeichnet. Sie sind vielschichtig und unterhalten alle – selbst die 2-jährigen Kinder folgen dem Geschehen auf der Bühne über eine halbe Stunde gebannt.

Die einzige Herausforderung bei einem Besuch im Theater Stadelhofen ist, dass die reservierten Tickets mindestens eine halbe Stunde vorher abgeholt werden sollen.

Da die Vorführungen oft ausverkauft sind, will man nichts riskieren – und muss dann eine Weile mit den Kindern warten. Sie dürfen in dieser Zeit kostenlosen Sirup schlürfen und mit der Brio-Bahn im Foyer spielen. Das macht vielen so grossen Spass, dass sie gar nicht mehr die Aufführung sehen möchten. Doch nur kurz, denn sobald es dunkel im kleinen Saal wird, wollen alle wissen: Was passiert jetzt?

Unter dem Bett ist es ziemlich dunkel

Theater Stadelhofen

Unter dem Bett ist es ziemlich dunkel

Unter dem Bett ist es ziemlich dunkel. Und ziemlich unheimlich. So viel Unbekanntes lauert dort. Da kann man sich schon mal fürchten! Trotzdem wagen wir ...

Ersatz

Theater Stadelhofen

Ersatz

Die Zukunft ist bereits da: Der Mensch ist mit der Maschine verschmolzen. Eine Frau – vielleicht ein Android? – sitzt uns aufrecht gegenüber, mit nach ...

Rawums (:)

Theater Stadelhofen

Rawums (:)

Fallen ist federleicht. Fliegen ist schwer. Träumen ist... zerbrechlich wie ein Ei. Ein Ei möchte fliegen, aber es darf nicht fallen, denn es ist ...

Wenn Ferdinand nachts schlafen geht

Theater Stadelhofen

Wenn Ferdinand nachts schlafen geht

Der kleine Ferdinand kann nicht einschlafen. Im Dunkeln ist sein Zimmer so unheimlich: Die Kommode wird zum Monster, die Gardine schwimmt als Fisch durch ...

Tu!

Theater Stadelhofen

Tu!

Warum sind wir beeindruckt, wenn jemand mit einer lauten Stimme spricht? Ist eine Person, die eine Krawatte trägt, eine Person, die sagen darf, wo es lang ...

Von Eva Hediger am 18. Januar 2024 veröffentlicht.

Mehr von unseren Scouts

Mein erstes Mal ... Literaturhaus Zürich
10.04.2025

Mein erstes Mal ... Literaturhaus Zürich

Am Valentinstag trafen das Literaturhaus Zürich und ich zum ersten Mal aufeinander: Ein Date-Report. 

Soraja Hagspiel
Soraja Hagspiel
182 Eingaben, 33 Positionen, 13 Werkstipendien
30.07.2026

182 Eingaben, 33 Positionen, 13 Werkstipendien

Was macht die Kunst zur Kunst? Und was macht die Zürcher Kunst? Im Helmhaus versuche ich beides an der Kunststipendien-Ausstellung rauszufinden.

Tatjana Blaser
Tatjana Blaser
Die mega gfürchige Frau Rottenmeier
26.02.2025

Die mega gfürchige Frau Rottenmeier

Jungkritiker Gustavo kann nicht mehr hingucken: Ist die neue Heidi-Inszenierung für Kinder so schlimm?

Adrian Schräder
Adrian Schräder

Mehr von deinen Scouts

Ron Orp
Ron Orp
Nadja Heinsius
Nadja Heinsius
Laura Binggeli
Laura Binggeli
Gabriella Alvarez-Hummel
Gabriella Alvarez-Hummel
Viviane L. Tuvera
Viviane L. Tuvera
Kyros Kikos
Kyros Kikos
Alle Scouts