Literarische Highlights im Mai

In der Dämmerung jagen Schwalben um die Häuser, während historische Berichte von Frauenleben ins Zentrum rücken und die Zukunft von tollkühnen, hochpotenten Energieformen träumt.

Die Welt in ihren Händen

Der Journalist und Schriftsteller Olivier Guez verbindet in seinem Roman «Die Welt in ihren Händen» das Leben von Gertrude Bell mit den politischen Umbrüchen im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg. Entstanden ist das Porträt einer aussergewöhnlichen Frau: Archäologin, Diplomatin, Abenteurerin – und lange die einzige Frau unter einflussreichen Männern in Mesopotamien. Guez, widmet sich auch hier einer historischen Figur und erzählt von Bells politischem Scharfsinn, ihrer Faszination für die orientalische Welt und den Verwerfungen einer Epoche, deren Konflikte bis in die Gegenwart reichen. 

Donnerstag 7. Mai, Literaturhaus Zürich, 19:30

 

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Literaturhaus Zürich

Olivier Guez – Die Welt in ihren Händen

Das Porträt einer aussergewöhnlichen Frau, erzählt mit Präszision und grossem Gespür für die Ambivalenzen der Geschichte.

Herzliche Einladung: Tal der Schwalben

Alle paar Jahre soll ein Hinweis in eigener Sache erlaubt sein, etwa die Taufe eines neuen Romans. Die Schweiz in der Zukunft – und nichts ist mehr, wie es war. So beginnt mein Roman «Tal der Schwalben» aus dem Diogenes Verlag, in dem ich das Bild eines Landes im Zeichen der Energiekrise und des Klimawandels entwerfe.

Ein junger Wissenschaftler kehrt in seinen Heimatort zurück und sucht in den Bergen Lösungen für die andauernde Energiekrise. In diesem Tal, im Schatten eines Gletschers, stösst er auf grosse Fragen zu Natur, Heimat und Zusammenhalt – und auf seine Jugendliebe Annetta. Eine Geschichte über Zukunftsängste, Zugehörigkeit und die Verletzlichkeit unserer Lebenswelt. Moderation: Boris Previšić. Im Anschluss: Umtrunk, Gespräche und eine alpine Kräuter-Alchemie.

Montag 11. Mai, Literaturhaus Zürich, 19:30

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Literaturhaus Zürich

Buchpremiere: Seraina Kobler – Tal der Schwalben

Seraina Kobler ist zurück im Literaturhaus mit ihrem neuen Roman «Tal der Schwalben» – Wir freuen uns auf die Buchpremiere!

Atomare Schweiz, eine Spurensuche

Wie beginnt das atomare Zeitalter in der Schweiz – und wo stehen wir heute?  Eine Analyse der schweizerischen Atomgeschichte zwischen Fortschrittsglauben, Risikoabwägung und gesellschaftlicher Aushandlung: Monika Gisler erkundet die Entwicklung von den frühen politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Weichenstellungen bis zu aktuellen Debatten um Energie, Sicherheit und Verantwortung. Gisler ist Historikerin mit Forschungsschwerpunkt auf Umweltgeschichte, insbesondere der Atomenergie in der Schweiz. 2024 erschien ihr Buch: «Erzählte Physik. Paul Scherrer und die Anfänge der Kernforschung». 

Donnerstag 21. Mai, 12:15 - 13:15, Museum Strauhof, Anmeldung vermittlung@strauhof.ch

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Strauhof

Atomare Schweiz – eine Spurensuche

Die Historikerin Monika Gisler (Unternehmen Geschichte und ETH Zürich) spricht über die Anfänge des atomaren Zeitalters und die energiepolitische ...

Reisen als Selbstermächtigung

Drei Frauen, drei Aufbrüche, zwischen Tragödie und Glückserfahrung. Lina Bögli (1858–1941), Bauernkind, wollte vorwärts und bereiste zehn Jahre lang die Welt. In Herzogenbuchsee, ihrem letzten Wohnort, wird ihr Weg nachvollziehbar: Bildung als Befreiung. Annemarie Schwarzenbach (1908–1942), Schriftstellerin und Ikone der freien Frau, suchte ihrerseits die Weite und reiste 1939 gemeinsam mit Ella Maillart in den Orient. Eine Annäherung an drei Leben, in denen das Unterwegssein zur Form von Selbstbestimmung wird.

Dienstag 26. Mai, Universität Zürich-Zentrum, 19 Uhr

Von Seraina Kobler am 07. Mai 2026 veröffentlicht.

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