Literarische Highlights im Juni

Monatliche Perlen aus dem Zürcher Literaturprogramm – ausgewählt von einer Zürcher Roman- und Krimiautorin.

Kann man zuviel denken?

Wäre ein fester Platz auf der Bestsellerliste eine Antwort auf diese Frage: Dann ja. Dort steht die Autorin Nina Kunz mit «Ich denk, ich denk zuviel» nämlich seit vielen, vielen Monaten. Von ewigen Gedankenschlaufen, schlaflosen Nächten auf Instagram und Paul Sartre bei Panikattacken. Die Kolumnistin findet treffende Worte für das Unbehagen unserer Gegenwart. Begleitet wird sie dabei musikalisch von der Winterthurer Musikerin Maria Wyler.

 

Nina Kunz / Maria Wyler "Ich denk, ich denk zu viel"

Theater am Gleis

Nina Kunz / Maria Wyler "Ich denk, ich denk zu viel"

Nina Kunz liest aus ihrem Buch «Ich denk, ich denk zu viel». Musikalisch begleitet wird sie von der Winterthurerin Maria Wyler.

Kla-Kla-Klassiker

Die szenische Lesung nach Oscar Wilde bricht mit Wasserglas-Tradition und Matura-Buchlisten. «Das Bildnis des Dorian Gray» soll anstelle seines Malers altern, der sich nichts sehnlicher wünscht, als immer jung und attraktiv zu bleiben. Doch sein Porträt verändert sich und wird zu einem Doppelgänger, vor dem es Dorian mehr und mehr graut. Ein Stoff, der in Zeiten von Bilderflut und Insta-Optik aktueller nicht sein könnte.

 

Oscar Wilde, 1882, Foto von Napoleon SaronyOscar Wilde, 1882, Foto von Napoleon Sarony © gemeinfrei

Atelier Righini Fries

«Das Bildnis des Dorian Gray» von Oscar Wilde

Wir präsentieren Oscar Wildes grossen Klassiker der Weltliteratur als szenische Lesung für drei Schauspieler.

Gescheiterte Beziehungen

In ihrem neuen Buch «Versickerungen» erzählt Eva Seck vom Muttersein und Kindern, von Beziehungen, gescheiterten und anderen und die Frage, wo wir hingehören. Sie schafft dabei Momente grosser Intimität und Innigkeit, nie unpersönlich und durchflutet von Wärme.

 

Auf dem Teppich mit Meral Kureyshi

Das Format ähnelt dem bekannter Jury-Fernsehsendungen: Schreibende präsentieren einen Text der noch in Arbeit ist, der dann im Anschluss von einer Runde eingeladener Kolleg:innen besprochen wird. Und natürlich finden auch die Eindrücke des Publikums Eingang in die Debatte. Kureyshis Debüt «Elefanten im Garten» war nominiert für den Schweizer Buchpreis und 2020 erschien ihr zweiter Roman «Fünf Jahreszeiten». Nun erwarten wir mit grosser Freude ihr neues Werk.

 

Von Seraina Kobler am 01. Juni 2022 veröffentlicht.

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