Literatur im Februar

Monatlichen Perlen aus dem Zürcher Literaturprogramm – ausgewählt von einer Zürcher Roman- und Krimiautorin.

Per Losentscheid auf den Mond

Seit über zwanzig Jahren gibt das Literaturhaus Zürich talentierten Schreibenden die Chance, sich an einem monatlichen Wettbewerb zu messen. Zum Ende eines Jahres werden alle Siegertexte in einer Anthologie gedruckt, die nun Vernissage feiert. Jeweils ein Gegenstand, ein Ort oder eine Textgattung waren per Losentscheid vorgegeben: Im Tram, auf dem Rütli, auf dem Mond, mit Taucheranzug und noch vieles mehr. Zu hören, erstmals vor Publikum gelesen. Mit Livestream.

Verstrickungen in der Villa Patumbah

Mit einer Vernissage geht es gleich weiter, wollen die Bücher des neuen Jahres doch gefeuert werden. In ihrem achten Mordfall schickt Erfolgsautorin Gabriela Kaspersky ihr Ermittlerduo Schnyder & Meier in die koloniale Vergangenheit. Anhand eigener Textausschnitte ihrer Recherche erzählt die Mutter und Autorin auch von ihrem eigenen Leben, mit besonderem Bezug zur Villa Patumbah, die auch Schauplatz ihres Romans ist. Im Anschluss gibt es einen Umtrunk mit Büchertisch.

Zürcher Verstrickungen

Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah

Zürcher Verstrickungen

Buchvernissage mit Gabriela Kasperski.

«Nun gilt es ernst. – Endlich.»

Auf der Suche nach Halt bricht Peter Thaler zu einer Wanderung in die Schweizer Berge auf, von der er nicht zurückkehren wird. Beruhend auf einer wahren Begebenheit erzählen Klaus Merz und Sandro Zollinger in «LOS» von Abschiednehmen, dem alltäglichen und dem endgültigen, und öffnen einen Spalt weit die Tür zur Ewigkeit. In der Virtual Reality Lesung entsteht eine gänzlich neue literarische Erfahrung, bei der die Teilnehmenden viel mehr zu Augenzeugen des Hörbuches werden. Hingehen, Hinschauen.

LOS mit Q&A

Coalmine – Kulturort

LOS mit Q&A

Eine Virtual Reality Lesung von Klaus Merz & Sandro Zollinger.

Zwischen Dating-Apps und Klinikaufenthalten

Der Zürcher Autor Simon Froehling ist mit seinem für den Schweizer Buchpreis nominierten Roman «Dürrst» zu Gast im Pfauen, wo die Schauspieler:innen Karin Pfammatter und Thomas Wodianka seinen Protagonisten eine Stimme leihen. Dürrst ist Künstler in Zürich und zerbricht immer wieder an der Intensität seiner Lebensrealität. Zwischen Dating-Apps und Klinikaufenthalten spinnt sich eine Geschichte über schwierige Liebe und bedinungslose Freundschaft. Simon Froehling hat ein Werk geschrieben, das aufzeigt, wie es ist, mit einer bipolaren Affektstörung zu leben. Oder besser gesagt: Wie es ist, damit zu überleben, wie man im Roman ungeschönt und ehrlich beiwohnen darf. Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit dem Autor statt.

Von Seraina Kobler am 02. Februar 2023 veröffentlicht.

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