Das Musikkollegium Winterthur wurde 1629 gegründet und ist seit 1875 ein Berufsorchester. Mit seinen 50 Musikerinnen und Musikern gehört es heute zu den zehn führenden Berufsorchestern der Schweiz. Es spielt pro Saison rund 40 Konzertprogramme im ...
Luise Adolpha Le Beau
Karlsruhe, München, Wiesbaden, Berlin, Baden-Baden – was wie eine Reiseroute durch Deutschland anmutet, markiert die Lebensstationen der Komponistin Luise Adolpha Le Beau: Orte, an denen sie versucht hat, eine gesicherte Existenz aufzubauen. Zwar wuchs sie als Tochter eines preussischen Generalleutnants und musikliebenden Dilettanten in einem gebildet-bürgerlichen Umfeld auf, doch fehlte ihr jener familiäre Schutzschild, auf den eine Fanny Mendelssohn oder Clara Schumann zurückgreifen konnten, um sich im von Männern dominierten Musikmarkt zu behaupten.
Symptomatisch hierfür ist eine Episode, die Le Beau in ihren Memoiren festhält: Mit einem Empfehlungsschreiben des Dirigenten Hans von Bülow kam sie nach München, um dort bei Josef Rheinberger zu studieren. Zunächst jedoch erhielt sie Unterricht bei dessen ehemaligen Schüler Ernst Sachs. Erst als Rheinberger ihre Violinsonate op. 10 kennenlernte, nahm er sie in seine Kompositionsklasse auf: «Er fand meine Violinsonate männlich, nicht wie von einer Dame komponiert».
So sehr Le Beau die Jahre in München als ihre erfolg- und ereignisreichsten empfand, blieb sie in der wagnerkritischen Stadt eine Aussenseiterin; und von Rheinberger distanzierte sie sich zusehends. Auch in Wiesbaden und Berlin gelang es ihr nicht, mit ihren Werken ein dauerhaftes Einkommen zu sichern. Erst der Umzug nach Baden-Baden im Jahr 1893 brachte eine Wende. In der Kurstadt kamen endlich auch ihre grösseren Werke zur Aufführung, so etwa die Märchenoper «Hadumoth» und die Sinfonie f-Moll. Dennoch: Nach Ihrem Tod 1927 geriet die Komponistin weitgehend in Vergessenheit. Erst in den 1980er-Jahren wurden ihre Werke, insbesondere die Lieder und die Kammermusik, wiederentdeckt. Zwei davon, das originelle Streichquartett g-Moll und das harmonisch farbige Streichquintett op. 54, erklingen nun anlässlich des hundertsten Todesjahres im Foyer des Theater Winterthur.
Luise Adolpha Le Beau Streichquartett g-Moll, op. 34
Luise Adolpha Le Beau Streichquintett, op. 54
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Freitag, 19. März 2027
Winterthur – Theater Winterthur
12:15 Uhr
CHF 30 | freie Platzwahl
Ticketkasse (MO–FR, 9.30–13.30 Uhr):
Stadthaus Winterthur, Stadthausstrasse 4a, CH-8400 Winterthur, Tel. +41 52 620 20 20, konzertkarten@musikkollegium.ch
- Winterthur Tourismus, Hauptbahnhof, CH-8400 Winterthur
- Ticket Corner, alle CH-Verkaufsstellen
Winterthur – Theater Winterthur
Theaterstrasse 6
8400 Winterthur
+41 (0)52 620 20 20
konzertkarten@musikkollegium.ch
Infos Zugänglichkeit:
Rollstuhlplätze
Der Theatersaal ist bedingt rollstuhlgängig. In der 18. Reihe des Theatersaals stehen Rollstuhlplätze zur Verfügung. Karten sind an der Kasse erhältlich. Die Person im Rollstuhl und die Begleitperson bezahlen je 50% des Kartenpreises der Platzkategorie III. Unser Personal ist gern behilflich, wenn die Wege zu beschwerlich sein sollten.
Hörverstärkung über Ihr persönliches Hörgerät
Beim Bau des Theaters wurde eine induktive Höranlage eingebaut. Durch Leitungen im Boden wird der Schall von der Bühne zu den Sitzen geleitet und kann dort mithilfe der persönlichen Hörgeräte empfangen werden. Allerdings sind nicht alle Plätze in den Bereich dieser Anlage miteinbezogen. Wenn Sie also ein Hörgerät tragen, dann fragen Sie beim Kauf der Theaterkarten an der Kasse nach einem Sitz mit Anschluss an die Hörgeräte-Verstärkung. Hörverstärkung über Kopfhörer Im Theater ist eine moderne Infrarot-Anlage installiert. Diese transportiert den Ton kabellos auf bequeme und leichte Kopfhörer, die Sie gegen eine Depotgebühr an der Garderobe beziehen können. Im Gegensatz zur oben erwähnten Induktionsanlage funktioniert dieses System an allen Plätzen im Saal.